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Diskordante Zwillingsschwangerschaften

Was sind diskordante Zwillingsschwangerschaften?

In seltenen Fällen (1%) ist einer der eineiigen Zwillinge von Fehlbildungen betroffen, die nicht mit dem Leben nach der Geburt vereinbar sind. Ein Beispiel dafür ist der sogenannte Fetus acranius acardius, bei dem es sich um einen Fetus ohne Entwicklung des Kopfes und des Herzens handelt.

Noch seltener liegt eine Veränderung am Erbgut bei nur einem der eineiigen Zwillinge vor.

Was sind die Folgen der diskordanten Zwillingsschwangerschaften?

Da  es in der Plazenta (Mutterkuchen) der eineiigen Zwillinge Verbindungen der Blutgefäße gibt, kann der betroffene Zwilling durch Kreislaufprobleme bzw. Tod den anderen Zwilling gefährden. Zu diesen Komplikationen gehören bleibende Hirnschäden bzw. Tod des gesunden Zwillings in ca. 30% der Fälle.

Wie kann man die diskordanten Zwillingsschwangerschaften erkennen?

Die Organfehlbildungen werden durch eine Ultraschalluntersuchung erkannt. Die Veränderungen des Erbgutes werden mittels Fruchtwasseruntersuchung bzw. Chorionzottenbiopsie festgestellt.

Abb. 1:  Fetus acranius acardius (links), normaler Fetus (rechts)


Was können wir Ihnen anbieten?

Um den gesunden Zwilling zu schützen, kann man mittels Laser bzw. Strom die Nabelschnurgefäße des betroffenen Zwillings veröden. Mit diesem Eingriff erreicht man eine Überlebensrate des gesunden Fetus in ca. 80-90% der Fälle.

 

Abb. 2: Verödung der Nabelschnur mittels Laser (links) bzw. Strom (rechts)