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Fetale Anämie

Was ist eine fetale Anämie?

Anämie ist der fachliche Begriff für Blutarmut. Sie entspricht einem Mangel an Erythrozyten (rote Blutkörperchen). Die häufigsten Ursachen einer fetalen Anämie sind: verschiedene Blutgruppen zwischen der Mutter und dem Fetus (Mutter Rhesus negativ, Fetus Rhesus positiv) und Infektionen, insbesondere Ringelröteln. 

Was sind die Folgen einer fetalen Anämie?

Die Erythrozyten versorgen die Organe mit Sauerstoff. Eine lang dauernde Unterversorgung kann zu einer lebensbedrohlichen Kreislaufstörung führen.

Wie kann man eine fetale Anämie erkennen?

Sie wird durch eine Ultraschalluntersuchung erkannt, in der die Geschwindigkeit eines Gehirngefäßes (Arteria cerebri media) bestimmt wird. Im schweren Fällen kann eine Ansammlung von Flüssigkeit in verschiedenen Körperhöhlen auftreten (Hydrops). Dies führt zu einer hohen Sterblichkeitsrate.

Was können wir Ihnen anbieten?

Eine fetale Blutübertragung während der Schwangerschaft kann die Folgen einer Blutarmut vermeiden und die Überlebenschancen deutlich verbessern.

Der Eingriff wird  Ultraschall gesteuert durchgeführt und benötigt gute Erfahrung mit invasiven Eingriffen. In Expertenhänden erreicht man sehr gute Ergebnisse.
 

Abb. 1: Fetale Blutübertragung durch die Nabelvene.