Wissen schafft Heilung.

 

Gynäkologische Tumorimmunologie (AG Bronger)

AG GTI

Leitung

PD Dr. med. Holger Bronger
Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde
Technische Universität München
Tel.: 089-4140-7402
Fax: 089-4140-4820
Mail: holger.bronger@tum.de

Einen ausführlichen Lebenslauf finden Sie hier.


Mitarbeiter

     •  Tobias Dreyer, M.Sc. (Postdoc)
     •  Dorine Hamann, Cand. med. (medizinische Doktorandin)
     •  Christine Huber, MTLA
     •  Katharina Käfinger, Cand. med. (Promotionsprogramm "Translationale Medizin")
     •  Janna Nikonov, Cand. med.(medizinische Doktorandin)
     •  Dr. med. Lukas Rief (KKF-Programm)
     •  Stefanie Seitz, M.Sc. (PhD-Studentin)
     •  Christoph Stange, M.Sc. (PhD-Student)
 

Forschungsschwerpunkte

Regulation der Immuninfiltration im Mamma- und Ovarialkarzinom

Seit mehreren Jahren befinden sich zunehmend tumorimmunologische Therapien in der klinischen Erprobung, so z.B. Therapien gegen die Immuncheckpointproteine PD-1 und PD-L1, Antikörpertherapien wie die anti-HER2-Substanzen oder der adoptive T-Zell-Transfer.
Grundvoraussetzung für jeden dieser Therapieansätze ist es jedoch, dass die entsprechenden Immuneffektorzellen überhaupt ihren Weg in den Tumor finden, insbesondere T-Zellen und natürliche Killerzellen. Diese Zellen werden v.a. durch Chemokine des CXCR3-Systems in solide Tumore rekrutiert. In unserer Arbeitsgruppe untersuchen wir die Regulation dieser an der Immuninfiltration beteiligten Chemokine, klären ihre klinische Bedeutung und untersuchen ihre Funktion in syngenen Mausmodellen. Ziel ist es, pharmakologische Ansatzpunkte zu finden, um sie im Tumor anzureichern und damit die Immunintervention beim Brust- und Eierstockkrebs zu verbessern.

Mechanismen der Peritonealmetastasierung beim Ovarialkarzinom

Die Metastasierung von Tumorzellen innerhalb der Bauchhöhle stellt das entscheidende klinische Problem beim Eierstockkrebs dar. Allerdings sind die zugrunde liegenden Mechanismen nur sehr unzureichend aufgeklärt, so dass bislang keine effektiven pharmakologischen Interventionsmöglichkeiten bestehen.
In unserer Arbeitsgruppe untersuchen wir gegenwärtig, wie Eierstockkrebszellen aus dem Primärtumor ausbrechen und sich innerhalb der Bauchhöhle ausbreiten können. Wir konnten bereits zeigen, dass der CXCR3-Rezeptor die Migration von Tumorzellen hin zum intraperitonealen Milieu vermittelt. Zur Bearbeitung dieser Fragestellungen kommen in vitro-Methoden zur Aufklärung zellbiologischer Mechanismen und syngene Mausmodelle zur Anwendung (Foto © S. Seitz, AG Bronger).

Verbesserung der anti-HER2-Therapie beim Brustkrebs

Etwa 20% aller Mammakarzinome zeigen eine Überexpression des HER2-Rezeptors, gegen den es effektive zielgerichtete Therapien gibt. Dennoch sprechen manche Patientinnen nicht oder nur unzureichend auf eine solche Therapie an. Wir untersuchen in unserer Arbeitsgruppe gegenwärtig Möglichkeiten, durch eine bessere Interaktion von Zellen des angeborenen Immunsystems mit den Tumorzellen eine solche anti-HER2-Therapie zu verbessern.
 

Drittmittelförderung

               

 

Ausgewählte Publikationen (verlinkt)

CXCR3 mediates ascites-directed tumor cell migration and predicts poor outcome in ovarian cancer patients.
Windmüller C., Zech D., Avril S., Boxberg M., Dawidek T., Schmalfeldt B., Schmitt M., Kiechle M., Bronger H.
Oncogenesis 2017; 6(5):e331.

CXCL9 and CXCL10 predict survival and are regulated by cyclooxygenase inhibitors in advanced serous ovarian cancer.
Bronger H., Singer J., Windmüller C., Reuning U., Zech D., Delbridge C., Dorn J., Kiechle M., Schmalfeldt B., Schmitt M., Avril S.
British Journal of Cancer 2016; 115(5): 553-63.

The Role of CXCR3/Ligand Axis in Cancer.
Cerny C., Bronger H., Davoodi, M., Sharma S., Zhu L., Obana S., Sharma J., Ebrahimi R., St John M., Lee J.M., Salgia R., Strieter R., Dubinett S., Sharma S.
International Trends in Immunity. 2015; 3(2): 46-52.

Molecular Analysis of HER2 Signaling in Human Breast Cancer by Functional Protein Pathway Activation Mapping.
Wulfkuhle J.D., Berg D., Wolff C., Langer R., Tran K., Illi J., Espina V., Pierobon M., Deng J., DeMichele A., Walch A., Bronger H., Becker I., Waldhör C., Schuster T., Höfler H., Esserman L., Liotta L.A., Becker K.F., Petricoin III E.F.
Clinical Cancer Research 2012; 18(23): 6426-35.

Modulation of CXCR3 Ligand Secretion by Prostaglandin E2 and Cyclooxygenase Inhibitors in Human Breast Cancer.
Bronger H., Kraeft S., Schwarz-Boeger U., Cerny C., Stöckel A., Avril S., Kiechle M., Schmitt M.
Breast Cancer Research 2012; 14(1): R30

ABCC Drug Efflux Pumps and Organic Anion Uptake Transporters in Human Gliomas and the Blood-Tumor Barrier.
Bronger H., König J., Kopplow K., Steiner H.H., Ahmadi R., Herold-Mende C., Keppler D., Nies A.T.
Cancer Research 2005; 65: 11419-28.

Eine vollständige Liste aller Publikationen finden Sie hier.
 

Preise und Auszeichnungen

2018   AGO-Preis
2018   Wissenschaftspreis der BGGF (Claudia Windmüller)
2017   "Bestes Poster", Jahrestagung der AGO TraFo
2017   Preis der Deutschen Gesellschaft für Senologie (Bestes Abstract), Hochschullehrertagung
2016   Vortragspreis der AGO TraFo (Tobias Dreyer)
2015   Wilhelm Sander-Förderpreis
2015   Vortragspreis der AGO TraFo
2014   Wissenschaftspreis der BGGF
2014   Young Investigator Best Presentation Award der EORTC Pathobiology Group
2012   Forschungsförderpreis der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
 

Doktor- und Masterarbeiten

Bei Interesse an einer Doktor- oder einer Masterarbeit schicken Sie bitte eine Bewerbung inkl. Lebenslauf per Email an PD Dr. Bronger (holger.bronger@tum.de). Für eine medizinische Doktorarbeit sind zwei Freisemester (12 Monate) zwingende Voraussetzung.

 

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