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Minimal invasive fetale Chirurgie

Die fetale Chirurgie umfasst eine Reihe von Verfahren, die am Fetus bzw. an der Plazenta durchgeführt werden. Das Ziel ist es den natürlichen Verlauf der Krankheit zu verändern, sodass Folgeschäden oder der Tod des Fetus / der Zwillingsfeten verhindert werden können.

Da die offene fetale Chirurgie wegen der Eröffnung des Uterus und der fetalen Exposition ein hohes materno-fetales Risiko darstellt, werden die relativ neuen Techniken der minimal invasiven Fetalchirurgie bevorzugt. Dafür sind lediglich das Einführen einer Nadel bzw. eines Fetoskops durch eine kleine Inzision von ca. 3 mm Durchmesser nötig.

Die Behandlung mittels Laserkoagulation der plazentaren Gefäßanastomosen bei feto-fetalem Transfusionssyndrom bzw. Nabelschnurokklusion bei diskordanten Malformationen gehören heute zur Standardtherapie der Komplikationen von monochorialen Zwillingsschwangerschaften.

Ausreichende Erfahrung in der Fetalchirurgie gibt es ebenfalls mit fetoskopischer endotrachealer Ballonokklusion im Falle einer Zwerchfellhernie, Thoraxshunts und mit Harnblasenshunts.

Obwohl einige Eingriffe noch nicht etabliert sind, zeigen aktuellen Daten, dass sie vielversprechende Techniken auf dem Gebiet der fetalen Therapie sind; darunter fetale Zystoskopie mit Laserkoagulation der posterioren Urethralklappen und intrauterine Aortenvalvuloplastie.

Die Perinatalmedizin in der Frauenklinik ist die erste Abteilung in Süd-Deutschland, die mit dem entsprechenden ausgebildeten Personal alle o.g. Techniken der minimal invasiven fetalen Chirurgie anbieten kann. 

Weitere Informationen über die einzelnen Eingriffe in unserer Klinik: